Am Sonntag, 22.03.2026 nahmen Katrin und Jürgen Kosch an der Europameisterschaft in den Standardtänzen der Altersgruppe Sen IV in Berlin teil.
Die “Generalprobe” zur EM fand bereits zwei Tage vorher in Form eine WDSF-Ranglistenturniers statt. Mit 89 Paaren aus 12 Ländern war das Turnier, das in einem Nebensaal der Max-Schmeling-Halle ausgetragen wurde, gut besetzt. Jürgen und Katrin erreichten Platz 14 und verfehlten das Semifinale der besten 12 Paare nur knapp. Die “Generalprobe” konnte aber durchaus als erfolgreich gewertet werden.
Am Sonntag ging es dann zur Sache: Europameisterschaft! Bereits für 09:00 Uhr waren alle teilnehmenden Paare aufgefordert, zum feierlichen Fahneneinzug bereitzustehen. 114 Paare versammelten sich hinter ihren 15 Nationenflaggen und marschierten dann in die riesige Arena ein. Der Begrüßungsansprache folgten die Hymne der Welttanzorganisation WDSF sowie die deutsche Nationalhymne (Gänsehaut inklusive). Dann wurde die Europameisterschaft offiziell für eröffnet erklärt. Wenn jetzt auch noch wenigstens ein paar Frühaufsteher im Publikumsbereich gesessen hätten, wäre der Moment kaum zu toppen gewesen. So blieben die Tänzerinnen und Tänzer den ganzen Tag mehr oder weniger unter sich und performten für (oder gegen?) ihre Mitstreiter und leere Zuschauerränge.
Aus sportlicher Sicht verlief der Anfang der Wettkämpfe zunächst etwas zäh. Das lag unter anderem an dem anfangs sehr stumpfen Parkett, aber auch an der vielleicht noch nicht so ausgeprägten Bewegungsfreude einiger Paare in der ersten Runde. Ab der zweiten Runde wurde es dann besser. Das stumpfmachende Wachs der Lateintanzpaare vom Vortag war ein bisschen vom Parkett abgetanzt worden und die qualifizierten Paare waren flotter unterwegs. Für Jürgen und Katrin lief die dritte Runde am besten. Sie setzten zunehmend auf Angriff mit viel Präsenz und Dynamik, mussten aber erkennen, dass die anderen Paare es ihnen offensichtlich gleichtaten. Jedenfalls fehlten nach dieser Runde gerade mal sechs von 45 möglichen Wertungskreuzen für das Erreichen des Viertelfinales. So blieb es bei Platz 27 für das ATC-Paar, was zunächst durchaus enttäuschend war, hatte es sich doch das Viertelfinale als Ziel gesetzt.
Ein analysierender Blick in das spätere Gesamtergebnis ergab, dass neben den Europameistern Wolff aus Hamburg, den Vizemeistern Funk aus Bayern und den fünftplatzierten Möller aus Baden-Württemberg nur noch vier weitere deutsche Paare vor dem Häfler Paar platziert wurden. Somit ist das Ergebnis für den ATC “Graf Zeppelin” Friedrichshafen (aus nationaler Sicht) am Ende doch wieder ganz ordentlich.
